Common Ground-Projekt nutzt Fußball, um gefährdeten Jugendlichen Lebenskompetenzen zu vermitteln
Das Ziel von Common Ground ist es, gefährdete Jugendliche zu Führungskräften in ihren Gemeinden zu entwickeln. Das von Vakapipopo geleitete und von KICKFAIR unterstützte Projekt nutzt Fußball, um ihnen Lebenskompetenzen zu vermitteln und inspiriert Hunderte von Kindern durch die Vorbilder von Stars wie Nelson Haedo Valdez und Jessica Santacruz.
Fußball ist in seiner reinsten Form eine universelle Sprache, die soziale Schichten, Sprachen und Grenzen überwindet. Für Tausende von benachteiligten Kindern und Jugendlichen ist ein Ball weit mehr als nur ein Zeitvertreib; er ist ein Zufluchtsort, ein erstes Mittel, um große Träume zu entwickeln, und vor allem eine Brücke in eine andere Zukunft. In Anerkennung dieser transformativen Kraft wurde die Grundschule Nr. 664 „Erster Verfassungspräsident von Paraguay in Asunción am Freitag, dem 29. Mai, zum Schauplatz des offiziellen Starts von „Common Ground“ (Ein gemeinsamer Raum, ein sicherer Ort). Dies ist ein innovatives Jugendführungsprogramm, das Straßenfußball als Sprungbrett nutzt, um die Führungskräfte von morgen zu entwickeln. Ziel ist es nicht, den nächsten Sportstar zu finden, sondern paraguayische Teenager zu befähigen, in ihren Gemeinden zu echten Akteuren des sozialen Wandels zu werden.
Die entscheidende Rolle der Zivilgesellschaft
Bedeutende Strukturveränderungen vollziehen sich selten isoliert, da sie das koordinierte Engagement der Zivilgesellschaft erfordern. In diesem Sinne beweist die Gründung von Common Ground, welche Wirkung Nichtregierungsorganisationen erzielen können, wenn sie mit einem klaren Ziel arbeiten. Die Initiative wird von der paraguayischen Organisation Vakapipopo in strategischer Partnerschaft mit der deutschen NGO KICKFAIR geleitet. Dank einer internationalen Spende eines Transporters, zweier mobiler Kleinfeldfußballplätze und einer Tonanlage kann Vakapipopo dieses Programm in den ärmsten Regionen des Landes kostenlos anbieten. Junge Menschen organisieren Sportveranstaltungen in ihren Vierteln oder Schulen und thematisieren dabei lokale soziale Probleme. Vakapipopo leistet logistische Unterstützung und zeigt damit, dass Grenzen verschwinden, wenn sich die Zivilgesellschaft organisiert.
Idole, die inspirieren und den Weg ebnen
Für ein Kind, das in einem Umfeld von Widrigkeiten aufwächst, sind Vorbilder von unschätzbarem Wert. Menschen zu sehen, die schwierige Wege beschritten und triumphiert haben, wird zu einer unschätzbaren Inspirationsquelle. Die Anwesenheit und Unterstützung historischer Persönlichkeiten wie Nelson Haedo Valdez und prominenter Persönlichkeiten wie Jessica Santacruz verleihen dem Projekt eine besondere Seele.
Haedo Valdez, ein unbestrittenes Symbol des „Guaraní-Geistes“, ist der lebende Beweis dafür, dass bescheidene Herkunft nicht über das Schicksal entscheidet. Jessica Santacruz wiederum verkörpert Widerstandsfähigkeit, die Überwindung von Hindernissen und die Stärkung durch Sport. Dass diese Vorbilder junge Menschen fördern, sendet eine starke Botschaft: Du bist wichtig, deine Träume sind berechtigt und deine Gemeinschaft braucht dich.
Die revolutionäre Drei-Schritte-Methode
Common Ground ist im Wesentlichen eine mobile Schule für soziale Kompetenzen. Fast 200 Jugendliche aus unterschiedlichen Verhältnissen im ganzen Land – darunter Gemeinden in der Chaco-Region wie das Colegio Pa’i Puku und San Isidro sowie Schulen in Tobatí, Caacupemí und Asunción – erleben bereits die innovative dreistufige Methodik:
– Erste Halbzeit (Vereinbarung): Bevor sie den Ball berühren, unterhalten sich die Jugendlichen und einigen sich gemeinsam auf die Spielregeln, wodurch eine selbstbewusste Kommunikation gefördert wird.
– Zweite Halbzeit (Spielverlauf): Die sozial-sportliche Begegnung wird autonom, ohne traditionelle Schiedsrichter, ausgetragen, was Respekt und Fair Play fördert.
– Dritte Hälfte (Reflexion): der wichtigste Moment. Es bildet sich eine Dialoggemeinschaft, um Emotionen, die Einhaltung der Regeln und die Auswirkungen des Spielgeschehens auf ihren Alltag zu analysieren.
Das Projekt „Common Ground“ zeigt, dass eine bessere Welt möglich ist, wenn wir damit beginnen, denjenigen die Werkzeuge an die Hand zu geben, die die Zukunft gestalten werden. Die Initiative ist offen und völlig kostenlos; jede interessierte Schule, Nachbarschaft oder Institution kann die mobilen Gerichte in ihrer Gemeinde anfordern und so die Hoffnung mitbringen, dass wir gemeinsam einen wirklich gemeinsamen und sicheren Raum schaffen können.









